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Das Gymnasium in Otterndorf

-- Eine offene Ganztagsschule --


Das Unterrichtsfach Religion

Projekt Klosterbau am Gymnasium Otterndorf

In den letzten Wochen des Schuljahres 2008/2009 wurde in den drei 6.Klassen des Gymnasiums Otterndorf während des Religionsunterrichtes heftig über Farbgestaltung von Mauern und Dächern diskutiert.

Die Schülerinnen und Schüler dieser Klassenstufe hatten von Ihren Religionslehrern Herrn Schuld-Claußen und Herrn Biester den Auftrag erhalten, ein Modell der mittelalterlichen Klosteranlage von St. Gallen zu bauen. Besonders interessant wurde es für die Schülerinnen und Schüler, als sie hörten, dass sich aus diesem Vorhaben ein schulinterner Wettbewerb entwickeln sollte.

Klosterbau1

Zu Beginn waren die Klassen in Gruppen eingeteilt worden, die nun verschiedene Baupläne einzelner Gebäude dieser Anlage ausgehändigt bekamen. In den Gruppen wurden nun die Papierelemente des Mo-dells farblich gestaltet, ausgeschnitten und zusammengeklebt. Die so entstandenen Häuser- bzw. Kirchenmodelle konnten so nach ihrer Fertigstellung auf einer Grundplatte entsprechend dem Plan aus dem Mittelalter aufgestellt werden. Natürlich galt es auch die Freiflächen zu gestalten bzw. das Gesamtmodell durch Hinzufügen von diversen Materialien zu verschönern (z. B. Watte oder Sand).

Klosterbau2

Bei der abschließenden Bewertung der Modelle tauchten dann allerdings Probleme auf. Während die eine Klasse sehr phantasievoll und ideenreich vorgegangen war, arbeitete die andere Klasse sehr genau und detailliert entsprechend der Vorgaben. Die dritte Klasse arbeitete ebenfalls sehr genau, entfernte sich dann aber doch zu weit von den Vorgaben weg. Nach Befragung verschiedener Kollegen beschlossen die beiden Religionslehrer drei erste Plätze zu verteilen.

Klosterbau3


Besuch einer Moschee

--Mihrab, Minbar, Imam und Apfeltee - 7.11.2005--

Am Montagmorgen, 7.11.2005, trafen sich die Schüler der Klasse 8a mit ihrem Religionslehrer Herrn Biester und ihrer Geschichtslehrerin Frau Vohland am Otterndorfer Bahnhof, um im Rahmen des Religionsunterrichts die Hamburger Zentralmoschee zu besuchen. Nachdem der Zug angekommen und alle eingestiegen waren, ging's dann endlich los in Richtung Hamburg. Irgendwann, nach langem Zug- und S-Bahnfahren und einem kurzen Fußmarsch, standen wir in einem großen Hausflur. Die Wände waren bunt verziert und mit arabischen Schriftzeichen bemalt, es hingen Girlanden von den Decken, es gab ein Restaurant aus dem der Geruch ausländischen Essens kam, einen Friseur (!), eine Art Buchladen und überall liefen verschiedene, aber ganz normale Leute wie wir herum (damit will ich betonen, dass Muslime genau solche Menschen wie auch wir sind). Alles in allem war es ein kunterbunter Eindruck.

Auf der Treppe empfing uns ein kleiner, schwarzhaariger sympathischer Mann, der uns bat, oben im ersten Stock, bevor wir den Teppich vor dem Gebetsraum betreten würden, die Schuhe auszuziehen und sie auf dem Bord abzu stellen. Oben angelangt führte er uns in den großen Gebetsraum. Die Wände waren mit dunkelblauen Fliesen und der Boden mit Teppichen bedeckt, es gab keine Stühle oder sonstige Sitzgelegenheiten. In einer Ecke befand sich eine Kanzel, die, wie Herr Coban, uns später erklärte, die Predigtkanzel für den Imam (bei uns ist das der Pastor) sei, die Minbar genannt wird. Weiter links war eine kleine Vertiefung in der Wand, die Mihrab, die Gebetsnische, welche in Richtung Mekka zeigt. Mekka ist die wichtigste Stadt für die Muslime und deshalb wird in ihre Richtung gebetet. Zu beiden Seiten der reich verzierten Mihrab war das Glaubensbekenntnis der Muslime auf arabisch (also müssen die Schriftzeichen von rechts nach links gelesen werden) angebracht "Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Prophet". Neben der Minbar befand sich noch die so genannte Dikka, von der Probleme des Alltags vorgetragen werden. Wenn man nicht gewusst hätte, dass dies ein muslimischer Gebetsraum ist, könnte man auch vermuten, es sei ein Gymnastikraum.

Herr Coban erzählte uns dort ein bisschen über den Islam, den Koran und die Moschee (diese war früher übrigens mal ein Badehaus gewesen) und beantwortete unsere zahlreiche Fragen. Doch schon bald mussten wir schnell den Raum verlassen., da sich dort schon einige Muslime (nur Männer, da die Frauen einen eigenen Gebetsraum haben) auf Socken zum Mittagsgebet versammelt hatten und ungeduldig warteten. Zudem hatte sich ein bekannte Imam zu einem religiösen Vortrag angesagt. So gingen wir hinunter in das Restaurant, wo uns verschiedene Sorten Tee serviert wurden(Schwarztee, Orangentee, Zimttee und Apfeltee). Nachdem Herr Coban uns noch was über die Gleichberechtigung der Frauen und Männer im Islam erzählt und wir ausgetrunken hatten, verabschiedeten wir uns auch schon wieder von ihm.

Natürlich war dort unser Ausflug noch nicht zu Ende. Beim Bahnhof trennten wir uns und bummelten in Gruppen bis um 15 Uhr in der Mönckebergstraße, um dann den Zug zurück Richtung Cuxhaven zu nehmen.

Etwa zwei Stunden später kamen wir dann erschöpft und um einiges schlauer wieder in Otterndorf an. Mich persönlich hat die Moschee und das Leben in ihr sehr beeindruckt und es war sehr interessant, einmal etwas über das tägliche Leben und die Religion der Muslime in Deutschland zu erfahren. Menschen, mit denen man so dicht zusammen wohnt und doch kaum etwas über sie weiß. Ich habe die Muslime als sehr offen und die Moschee als einen Platz an dem man sich wohlfühlen kann empfunden.

Moschee 1 Moschee 2 Moschee 3 Moschee 4 Moschee 5


von Rebecka Oellermann, 8a


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