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Das Gymnasium in Otterndorf

-- Eine offene Ganztagsschule --


Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Das Ziel des Projektes Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist, gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, aktiv vorzugehen und eine gewaltfreie demokratische Gesellschaft möglich zu machen.


Organisation und Voraussetzung des Projektes

Zur Organisation des Projektes wurde eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Lehrern, Elternvertretern und den Schülersprechern gebildet.
Als sich diese Arbeitsgruppe, zum ersten Mal traf, war die wichtigste Vorraussetzung bereits erledigt. Das Projekt, das allein von den Schülersprechern Antje Baumann, Norman Niecznick und Tobias Gottschalk in die Wege geleitet wurde, war bereits auf der Gesamtkonferenz nahezu einstimmig genehmigt worden und traf auch im Schülerrat auf große Zustimmung.
Nun mussten nur noch die Schüler des Gymnasiums dem Projekt zustimmen. Denn die Vorraussetzung für die Teilnahme war, dass 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler (sowie Lehrkräfte und Mitarbeiter) folgende Erklärungen unterschreiben:

  1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
  2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, einander künftig zu achten.
  3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Nun folgte eine lange und arbeitsintensive Vorbereitung, in der der Projekttag (der ‚Show-down’ des Projektes am Ende des Schuljahres) durchgeplant wurde. Dies geschah in einem speziellen SR-Seminar, in dem jeweils 2 Schüler aus jeder Klasse teilnahmen und natürlich in der Arbeitsgruppe, die den Vorbereitungen den letzten Schliff gab.

Als letzte Vorraussetzung für das Projekt sollte ein geeigneter Pate gefunden werden, der mit seinem Einsatz einen wichtigen Beitrag zu dem Projekt leistet und insbesondere durch seine Prominenz ein gutes Vorbild für Andere ist.
Wir entschieden uns für Cuxhavens Pro-Basketball-Team, die Cuxhaven BasCats. Wichtig war uns hierbei deren Eigenschaft als Team aufzutreten und nur als Team wirklich erfolgreich zu.


Der Projekttag

Der Projekttag begann mit dem Erarbeiten der Definitionen von Rassismus und Courage. Es wurde diskutiert und geklärt, wie man sich in schwierigen Situationen couragiert zu Verhalten hat und ein Vorbild für andere zu sein. In den einzelnen Klassenstufen wurde ein altersangepasster Unterricht gemacht, in dem man sich auf verschiedene Art und Weise mit dem Thema auseinandersetzte.
In den Klassen 5 und 6 lag der Schwerpunkt auf Rollenspielen und Erstellen von Plakaten zum Thema „Klasse ohne Ausgrenzung – Klasse mit Mut“ um Ausgrenzung vorzubeugen und den Zusammenhalt zu stärken.
In den Klassen 7 und 8 wurde der Schwerpunkt verstärkt auf das Thema „Mobbing“ gesetzt. Problemsituationen wurden mit Hilfe von Rollenspielen dargestellt und alltagsnahe Lösungsansätze erarbeitet.
In den Klassen 9 bis 12 konnte mit Hilfe eines prämierten Kurzfilms über Rassismus („Jump!“) und über dessen Ursachen und Folgen diskutiert werden.
Viele verschiedene Lösungen und Ansätze für das nächste Schuljahr waren das Ergebnis dieses Tages.

In fast allen Klassen verlief der Tag sehr positiv und hat den Schülern sehr viel Spaß gemacht, sodass der Projekttag im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder stattfinden wird.


Verleihung der Auszeichnung

Höhepunkt des Tages war der in der Turnhalle stattfindende Festakt unter dem Motto „Say no to Racism“. Nach der offiziellen Begrüßung sprachen sich einige Schüler sowie der Trainer der BasCats Vilmantas Matkevicius und der Spieler Andreas Hasenkamm in ihrer Muttersprache gegen Rassismus aus. Es folgte eine Ansprache von unserem Stadtdirektor Harald Zahrte, der das Projekt im Stadtrat genehmigen ließ und dem Gymnasium volle Unterstützung zusagte.
Abschließend folgte dann, als eigentlich wichtigster Teil des Tages, die Verleihung der Auszeichnung. Außerdem gab es noch einen kleinen Freiwurfwettbewerb, bei dem die Ehrengäste die Chance erhielten selbst ein mal einen Korb zu werfen – auch wenn die wenigsten es wirklich schafften...

Nicht nur der Projekttag sondern auch das Projekt insgesamt waren ein voller Erfolg und wird in den nächsten Jahren einen festen Termin an unserer Schule finden, denn nichts ist effektiver als dem Rassismus vorzubeugen und ihm mit einem couragiertem Verhalten entgegen zu treten.
Auch in Zusammenarbeit mit den Cuxhaven BasCats werden sicherlich weitere Aktionen folgen.


von Tobias Gottschalk
Quellen: Schule-ohne-Rassismus


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